atisan, Düsseldorf

Dorka und Daniel sind die Gründer von atisan. Ziel von atisan ist es, dazu zu inspirieren, mit seinem Zuhause einen Ort zu schaffen, der Geschichten erzählt und die Individualität eines jeden Einzelnen zum Ausdruck bringt.

Dabei glaubt atisan daran, dass die Wertschätzung von Dingen, die unser Leben verschönern und erleichtern, ein wichtiger Teil unseres Konsums ist. In Zeiten von Massenproduktion und schnell wechselnden Trends möchten atisan eine bewusste Alternative bieten und ihre Aufmerksamkeit der Wertigkeit und Herkunft eines handgefertigten Produkts schenken. atisan geht dabei zurück zum Ursprung. Sie lernen ihre Partner persönlich kennen und setzen auf die sorgfältige Verarbeitung natürlicher Rohstoffe. Das Designs ist hierbei organisch und minimalistisch, um die Natürlichkeit zu wahren, die die Rohstoffe mit sich bringen.

atisan bezieht die Produkte aus Ländern, in denen ihre Rohstoffe natürlicherweise vorkommen. Seegras, Wasserhyazinthe, Rattan und Bambus sind schnell wachsende Materialien, die keine Pestizide oder Dünger benötigen. Sie sind robust und langlebig.

Die Flechtwaren beispielsweise werden mit Ernteresten wie Maisschalen oder Palmenblättern abgerundet, sodass auf die Verwendung von Plastik und chemischen Farben verzichtet werden kann. Für Holzprodukte verwendet atisan ausschließlich Holz aus zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft. Vor allem Mango-Holz verwendet atisan gerne, da es als Nebenprodukt der Mango-Ernte anfällt.

Video: atisan

NORDANS: Wie seid ihr darauf gekommen atisan ins Leben zu rufen?Wer hatte die Idee und wie kam es dazu?

atisan: Die Idee für atisan entstand während der Zeit als Daniel in einem Hilfsprojekt gearbeitet hat und auf unseren Reisen. Uns fiel dabei immer wieder auf, dass es in vielen Ländern, talentierte Handwerkskünstler gibt. Sie fertigen wunderschöne Einzelstücke, haben aber nur eingeschränkte Möglichkeiten diese anschließend zu vertreiben und ihren Lebensunterhalt damit zu verdienen.
Zudem gibt es hierzulande immer mehr Menschen, die ihr Konsumverhalten hinterfragen und bewusster leben möchten. Nicht nur im Bereich Fashion und Food besteht das Bedürfnis zu wissen, woher die Produkte kommen, die wir konsumieren. Wohnaccessoires haben ganz ähnliche Liefer- und Produktionswege. Darauf möchten wir mit atisan aufmerksam machen und ein Bewusstsein dafür schaffen.

NORDANS: In welchen Ländern habt ihr eure Handwerksbetriebe gefunden und wie und nach welchen Kriterien wählt ihr diese aus?

atisan: Anfangs sind wir über sechs Monate durch Thailand, Laos, Vietnam und Indonesien gereist und haben uns Stück für Stück vorgearbeitet und durchgefragt. Das war der Startpunkt für atisan. Mit welchen Partnern wir schließlich zusammenarbeiten entscheidet eine Vielzahl von Faktoren: Wie offen ist der Hersteller für unsere Fragen und Besuche? Wie ist die Stimmung vor Ort? Wer profitiert von Gewinnen? Wie ist der Umgang mit natürlichen Ressourcen? Welche Philosophie vertritt unser Partner? Ist der Lohn angemessen und wann werden Löhne gezahlt? Welche Materialien kommen zum Einsatz? Welches zusätzliche Engagement wird für die Gemeinschaft geleistet? Gibt es Zertifikate bzw. ist der Hersteller Mitglied in einem ethischen Dachverband? Dies sind nur einige Beispiele. Jedes weitere Gespräch hilft uns zunehmend die richtigen Fragen zu stellen. Wir vertrauen unseren Partnern, weil wir inzwischen eine enge Beziehung zu ihnen haben, in der wir uns regelmäßig austauschen und voneinander lernen.

NORDANS: Wie wird die Einhaltung der von euch angelegten Kriterien und der fairen Bedingungen überprüft? Haltet ihr engen Kontakt zu euren Partnern?

atisan: Der regelmäßige Austausch vor Ort in den Ursprungsländern ist uns sehr wichtig. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir unsere Hersteller regelmäßig besuchen und mehr über ihre Herkunft, Tradition und natürliche Materialien erfahren. Gleichzeitig sehen wir eine sozial- ökologische Verantwortung gegenüber Menschen und Ressourcen mit der wir respektvoll umgehen und die durch den persönlichen Kontakt zunehmend gefestigt wird.

NORDANS: Was versteht ihr unter dem von euch angesetzten Kriterium “fair trade”?

atisan: Fair Trade beginnt für uns bei der intensiven Auseinandersetzung mit den Herstellern, dem Ursprungsland und den Materialien unserer Produkte. Wir möchten verstehen, was es bedeutet in einem anderen Land zu produzieren und vor allem wollen wir die Menschen kennenlernen, die unsere Produkte herstellen. Auf unserer diesjährigen Reise nach Indonesien, Bangladesch und Nepal haben wir ausschließlich zertifizierte Fairtrade Betriebe und Organisationen besucht. Das ist ein guter Start und Wegweiser, um eine Orientierung zu bekommen. Aber eine Zertifizierung ist für uns nicht der ausschlaggebende Punkt. Für uns heißt es vor allem: Lernen und persönliche Beziehungen aufbauen. Es gibt viele kleine Unternehmen, die keiner offiziellen Organisation angehören und dennoch fairen Handel betreiben. Genauso gibt es Betriebe, die Zertifizierungen erhalten haben, mit denen wir aber nicht arbeiten möchten.

NORDANS: Aus welchen Materialien bestehen eure Produkte? Sind die Produkte vegan und plastikfrei? Wie sieht es mit Verpackungsmaterial aus?

atisan: Obwohl wir keine gesonderte vegane Kennzeichnung haben, verwenden wir bei keinem unserer Produkte tierische Stoffe. Da wir auch in Zukunft mit natürlichen Materialien arbeiten, schließen wir eine vegane Zertifizierung nicht aus. Unser Fokus liegt zurzeit jedoch vorwiegend auf den Arbeitsbedingungen für die Menschen und auf der Verwendung von nachhaltigen Naturmaterialien. Wir achten sehr darauf, dass unsere Produkte plastikfrei sind, wobei wir insbesondere bei der Verpackung merken, dass wir immer wieder vor Herausforderungen stehen. Inzwischen gibt es aber tolle Alternativen, die wir bereits verwenden und die uns ermöglichen vollständig auf Plastik zu verzichten.

NORDANS: Was sind eure Visionen für die Zukunft für atisan und die nächsten Schritte?

atisan: Darüber könnten wir Stunden reden. Wir haben so viele Ideen und Visionen, da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Momentan freuen wir uns sehr über die große Nachfrage und das positive Feedback unserer Kunden. Aus diesem Grund werden wir unsere bewährten Produktbereiche wie Teppiche, Körbe, Lampen, Geschirr und Pflanzen-Accessoires weiter ausbauen. Im Herbst 2019 wird unser Portfolio durch eine Textil Kollektion erweitert. Wir planen momentan auch unsere nächsten Besuche bei unseren Herstellern, um die Erfahrungen der letzten Monate mit ihnen zu teilen und unsere bestehenden Produktbereiche weiter ausbauen.

Nachhaltigkeitskriterien, die von atisan erfüllt werden:

x natürliche Materialien aus ressourcenschonendem Anbau
x unter fairen und transparenten Bedingungen im Ausland hergestellt
x recycelt oder recyclebar und entsorgungsgerecht
x schadstoffreduzierte Herstellung
x minimalistisches und zeitloses Design
x materialschonende Produktion
x Langlebigkeit
x abfallvermindernd

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