weld & co, Bad Oeynhausen

weld & co wurde 2014 in Bad Oeynhausen von Innenarchitekt und Produktdesigner Manuel Welsky gegründet. Seit Anfang 2016 gehört Mira M. Hische zum Führungs-Team von weld & co und verantwortet die Bereiche Marketing und Sales.

„In meinen Entwürfen setze ich auf Kontraste und die Reduktion aufs Wesentliche.“
Manuel Welsky

„Gutes Design erfolgreich zu machen, ist meine Leidenschaft.“
Mira M. Hische

Das weld & co Portfolio umfasst Möbel und Wohnaccessoires sowie individuelle Raumkonzepte. Dabei setzen wir auf Autorendesign, alle Entwürfe stammen von Manuel Welsky.

In der Produktion setzt weld & co auf Ressourcen in der Region, die seit je her stark von der Möbelherstellung geprägt ist. So profitiert weld & co von kurzen Abstimmungswegen und dem direkten Austausch mit unseren Produktionspartnern.

Die bevorzugt verwendeten Materialien bei weld & co sind Stahl, Eiche und Altholz – gerne gemeinsam verwendet in kontrastreichen Kombinationen. Stahl drückt für weld & co die Beständigkeit und Langlebigkeit aus, für die sie ihre Produkte gemacht sehen, der natürliche Werkstoff Holz setzt einen ausdrucksstarken Kontrast. Für die ‚Altholz‘-Möbel von weld & co werden ausschließlich natürlich gealterte Holzbohlen verwendet und mit schlanken Stahlteilen kombiniert.

Jedem Entwurf liegt eine einzigartige Idee zu Grunde, in der Form und Funktion gleichermaßen Beachtung finden. Die Formsprache ist dabei klar und auf das Wesentliche fokussiert.

Die gewählten Materialien unterstützen Gestaltung und Nutzen gleichermaßen. In der Produktion verbindet weld & co handwerkliche Manufakturherstellung mit industrieller Fertigung in der Region.

NORDANS: Wie seid ihr darauf gekommen weld & co ins Leben zu rufen? Wie kam Euch die Idee?

Manuel Welsky: Schon im Studium habe ich schon sehr bald erste Möbel entworfen, gebaut und verkauft. Nach meinem Master in Design 2012 war für mich klar: Ich möchte Möbel entwerfen und mit Möbeldesign meinen Lebensunterhalt verdienen. Also habe ich das Manuel Welsky Design Studio gegründet und zwei Jahre später das Möbel-Label weld & co.

Mira M. Hische: Ich bin Anfang 2016 bei weld & co eingestiegen und verantworte seitdem das Marketing und den Vertrieb. Vor meinem Einstieg bei weld & co habe ich mich bereits beruflich mit der Vermarktung von Design und Handwerk beschäftigt. Als ich Manuel 2015 auf einer Messe kennengelernt habe, war ich sofort begeistert von seinen Entwürfen und total motiviert, sie bekannt zu machen und den Verkauf anzukurbeln.

NORDANS: In welchen Werkstätten lässt weld & co produzieren und wie und nach welchen Kriterien wählt ihr diese aus? Was bedeutet Produktion unter „fairen Bedingungen“ für weld & co?

Manuel Welsky: Bei weld & co setzen wir auf Produktion in der Region. Unser großer Vorteil dabei: Wir sind in Ostwestfalen ansässig und diese Region hat eine lange Tradition in der Möbelherstellung. Bis heute sind hier 80 bis 90 Prozent der deutschen Möbelindustrie ansässig. Hier vor Ort finden wir also nahezu alle Gewerke und Zulieferer, die wir brauchen. Wir profitieren von kurzen Wegen und haben die Möglichkeit, uns persönliche mit unseren Produktionspartnern auszutauschen. Außerdem möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, dass Arbeitsplätze in der Region erhalten bleiben. Um Arbeitsplätze zu halten, gerade in der Produktion, muss es eine entsprechende Nachfrage geben. 

Mira M. Hische: „Faire Produktion“ heißt bei uns, dass wir ausschließlich in Deutschland produzieren, nach Möglichkeit in der Region, und unseren Produzenten faire Preise zahlen. Das Preisedrücken, das so normal geworden ist, machen wir nicht mit. Natürlich lassen wir uns auch nicht über den Tisch ziehen. Wir achten sehr auf Qualität. Qualität und Preis müssen im Verhältnis stehen. Und Premiumqualität darf, kann und soll ihren Preis haben. 

Fairness denken wir auch weiter entlang unserer Wertschöpfungskette: Wir möchten, dass Händler an unseren Produkten ebenfalls so verdienen, dass sie ihre Unternehmen langfristig betreiben können. Also räumen wir ihnen entsprechende Margen ein und unterstützen sie auf verschiedene Weise immateriell. Fairness für Endkunden heißt bei uns, dass der Kaufpreis so kalkuliert ist, dass er die vorangegangenen Wertschöpfungsstufen abdeckt, jedoch keine Marketingaufschläge und „Spielräume“ für Rabattschlachten enthält. Unsere Produkte haben ihren Wert und der Preis ist diesem Wert angemessen. 

NORDANS: Welche Materialien werden bei weld & co verwendet? Und wo kommen die Materialien her?

Manuel Welsky: Mich reizen vor allem Materialkontraste und ungewöhnliche Materialkombinationen. In meinen Entwürfen ist daher häufig die Verbindung aus Stahl und Holz zu finden. Für mich haben beide Materialen entscheidende Charakteristiken, die sich hervorragend ergänzen. Holz, vor allem geölte Eiche, ist einfach einhochwertiges Material – optisch, haptisch und funktionell. Eiche überzeugt mich durch ihre schöne Farbe, ihre Maserung und ihre Wärme. Mit der Zeit verändert sich Holz und bekommt so sein ganz eigenes Aussehen und einen individuellen Charakter. Und wenn Holz wieder „wie neu“ aussehen soll, schleift man es einfach ein wenig an und ölt es nach. Stahl hingegen ist ein nüchternes, stabiles und quasi unverwüstliches Material. Mit Stahl lassen sich grazile Konstruktionen umsetzen, die in einem anderen Werkstoff entweder klobig wirken würden oder instabil wären. 

Mira M. Hische: Unser Sortiment umfasst aktuell drei Kollektionen: ‚Solid & Grid‘, ‚Eiche‘ und ‚Altholz‘. Die ‚Solid & Grid‘-Kollektion ist geprägt durch das Material Stahlblech, das mit einer Pulverbeschichtung versehen wird. In der Kollektion ‚Eiche‘ ist massive Eiche das tonangebende Material. Für unsere ‚Altholz‘-Kollektion verwenden wir neben Teilen aus Stahlrohr natürlich gealtertes Holz. Den Anstoß für die Altholz‘-Kollektion gab ein Freund, der von mehreren Stapeln Holz wusste, das verbrannt werden sollte. Diese Holzbohlen wurden ursprünglich als Abstandshalter in der Holztrocknung eingesetzt. Diese Bohlen haben wir aufgekauft und arbeiten sie in Handarbeit in mehreren Bürst- und Schleifgängen auf. Die natürliche Patina der Hölzer bleibt dabei erhalten und eine weitere Oberflächenbehandlung ist nicht notwendig. Das Ergebnis ist Holz, das eine Geschichte erzählt und sehr angenehm anzufassen ist.

NORDANS: Was ist das Konzept von weld & co, welche Werte stecken dahinter und was bedeutet für Euch das Thema Nachhaltigkeit?

Manuel Welsky: Unser Anspruch ist es, Produkte zu entwickeln, die den Alltag unserer Kunden ästhetischer und funktionaler machen. „Ästhetisch“ ist dabei auch über die Gestaltung hinaus gemeint. Auch die Materialien und ihre Verarbeitung bestimmen die Ästhetik. Und es geht noch weiter: Wenn ich weiß, wie ein Produkt hergestellt wurde, und ich die Herstellungsart als gut oder sogar besonders empfinde, habe ich nochmal eine ganz andere Beziehung zu dem Produkt. 

Mira M. Hische: Natürlich hört unsere Verantwortung bei Design, Funktion, Material und Fertigung nicht auf. So bemühen wir uns um ressourcenschonende Verpackungen und verantwortungsvolle Vertriebswege. Wir bekommen regelmäßig Anfragen von einem sehr großen, sehr bekannten Online-Marktplatz und lehnen diese ab. Uns ist die Wertschätzung von Produkten und Ressourcen wichtig. Und noch mal ganz grundsätzlich zu unserem Verständnis‘ vom „großen Wort“ Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeit ist bei uns letztlich ein kontinuierlicher Prozess, immer wieder herausfordernd und auch immer wieder komplex. Wir bemühen uns, unser Unternehmen, unsere Marke, so nachhaltig wie möglich aufzustellen. Und wir stellen uns den Dilemmata, die nachhaltiges Wirtschaften mit sich bringt. Dazu ein praktisches Beispiel: Gerne würden wir unsere Produkte gänzlich plastikfrei verpacken. Dies ist aktuell jedoch unmöglich. So gibt es innovative Verpackungslösungen aus Stroh und Hanf, jedoch noch nicht in den von uns benötigten Maßen und Formen. Wir stehen jedoch mit dem Hersteller in Verbindung und tauschen uns immer mal wieder über neue Möglichkeiten aus.

NORDANS: Was sind Eure Visionen für die Zukunft für weld & co und die nächsten Schritte? Wird die Produktpalette erweitert werden?

Manuel Welsky: An unserem Portfolio arbeiten wir laufend. Im Herbst 2019 kommen ein neuer Beistelltisch, neue Bilderleisten und Schlüsselbretter hinzu. Auch im nächsten Jahr wird es Neuigkeiten geben, die Arbeit im Hintergrund läuft. Bis ein Entwurf so feinjustiert ist, dass er in Serie gefertigt werden kann, vergehen manchmal Wochen. Ist ein Produkt komplex, zum Beispiel weil es aus verschiedenen Materialien besteht oder mehrere Fertigungstechniken kombiniert, kann es auch mal ein paar Monate dauern. Und so richtig fertig ist ein Produkt eigentlich nie, denn zu meiner täglichen Arbeit bei weld & co gehört das kontinuierliche Verbessern.

Mira M. Hische: Unser Ziel ist es, dass unsere Produkte optimal für unsere Kunden sind und gleichzeitig effizient produziert werden können. Und mittlerweile mindestens genauso wichtig: Möbel und Wohnaccessoires müssen sich gut verschicken lassen. Da kommen eine Menge Anforderungen zusammen, die vom Entwurf bis zur Herstellung berücksichtigt werden müssen. Mit dem Entwurf und der Produktion ist es natürlich noch nicht getan, wir brauchen einen funktionierenden Vertrieb. Daher sind wir stets dabei, neue Partner im Handel zu gewinnen. Uns so freut es uns sehr, dass wir von Beginn an bei Nordans dabei sein dürfen und über diesen besonderen Onlineshop unsere Produkte verkauft werden.

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